Die wichtigsten Infos rund um Eishockeyschläger

Auf den ersten Blick mag es schwierig erscheinen, aus dem großen Sortiment an hochwertigen Eishockeyschlägern ein Exemplar zu finden, das perfekt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Spielerinnen und Spieler zugeschnitten ist. Mit einigen Tipps und Tricks werden jedoch auch Neulinge oder Anfänger im Eishockey schnell selbst kleine, aber für ein erfolgreiches Spiel ausschlaggebende Unterschiede erkennen. In erster Linie geht es hier also erst einmal um eine Begriffsklärung, die der besseren Orientierung dient. Der Eishockeyschläger setzt sich grob gesagt aus zwei Teilen, dem Schaft und der Schaufel, zusammen, die aus demselben Material bestehen. In der Regel handelt es sich dabei um Composite, Carbon oder Holz. Jede Variante hat ihre Besonderheiten. Während Composite leichter als das robuste, aber aufgrund seines hohen Eigengewichtes schwer zu handhabende Holz ist, brilliert Carbon ebenfalls aufgrund seiner Leichtigkeit und Elastizität, die die Schusskraft erhöhen. Die gebogene Schaufel dient dem sicheren Führen, Schießen und Passen des Pucks. Der Schaft hingegen ist so elastisch, dass er von dem Gewicht der Spieler beeinflusst werden kann.

Optimale Länge: ein wesentliches Element für den Spielerfolg!

Ein handelsüblicher Schläger für Erwachsene besitzt derzeit eine Gesamtlänge von 152 bis 160 cm, eine Breite von ca. 2,9 cm und eine Dicke von etwa 1,9 cm – Mithilfe einer Verlängerung kann man natürlich noch feinjustieren. So genannte Kinder- (Bambini) oder Intermediate-Schläger sind aufgrund kleinerer Hände und geringerer Körpergröße der jüngeren Spieler jeweils um ein paar Millimeter dünner und auch die Länge des Schafts ist meist geringer. Durch Absägen des Schaftes kann dieser der individuellen Körpergröße des Spielers angepasst werden. Im Normalfall sollte der Schläger dem Spieler bei aufrechtem Stand auf Schlittschuhen etwa bis zum Kinn reichen. Der Schaft heutiger Schläger ist innen hohl und die Seitenflächen sind meist ein wenig nach innen gewölbt. Die Oberfläche ist mit einem dünnen Lack überzogen, der je nach Modell beim Griff des Schlägers für mehr oder weniger Halt sorgt. Spieler, die ihr Hauptaugenmerk auf einen harten und platzierten Schuss legen, bevorzugen meist rutschfestere Modelle (mit so genanntem „Grip“), wohingegen die glatte Variante eher Spielmachern und technisch versierteren Typen entgegen kommt, da diese häufig den Griff am Schläger wechseln müssen.

[/vc_column]

Die unterschiedlichen Flexpunkte im Diskurs

[/vc_row]

Ein wichtiges Merkmal des Schaftes ist auch seine Steifigkeit, der sogenannte „Schläger-Flex“. Er ist ein Messwert der angibt, wie biegsam der Schaft ist, wenn eine äußere Kraft auf ihn einwirkt. Der Flexwert des Schlägers beschreibt die Kraft in pound force (1 pound force =4,45 Newton), die aufgewendet werden muss, damit der Schaft sich um 1 inch (2,45 cm)  durchbiegt. Flex und Biegung sind somit äußert relevante Faktoren, welche bei der Auswahl eines Eishockeyschlägers berücksichtigt werden sollten, wobei natürlich auch die Qualität der Kelle eine Rolle spielt. Beispiel: Schläger mit „100 Flex“- Es werden 100 pound force (445 Newton) benötigt, um den Schaft um 1 inch durchzubiegen. Aufgrund der Mechanik der Schussarten ist es elementar, dass ein Schläger diese Biegeeigenschaft aufweist. Der individuelle Flexwert ist auf dem  jeweiligen Schläger ablesbar. Je höher dieser Wert, desto weniger biegsam ist der Schläger. Die Schläger haben mit Ausnahme von Sonderanfertigungen Werte von etwa 40 bis 110 Flex. Je mehr Körpergewicht oder Kraft ein Spieler hat, desto höher ist in der Regel der Flexwert des Schlägers, den dieser benutzt. Aufgrund der Technik des Schusses ist es für den Spieler wichtig zu wissen, welcher Flexwert für ihn optimal ist, da dies für seine individuell maximale Schussgeschwindigkeit bei einem Schlagschuß sowie die Präzision entscheidende Bedeutung hat. Diesbezüglich können auch Unterschiede bei einem Eishockeyschläger für Stürmer und Schlägern für Verteidiger vorkommen. Aus diesem Grund spielen auch die jeweils bevorzugten bzw. häufig angewandten Schussarten bei der Wahl des Flex’ eine wichtige Rolle. Bei vorwiegendem Einsatz von Schlagschüssen, wie dies meist bei Verteidigern der Fall ist, werden eher Schläger mit höherem Flexwert bevorzugt als bei Stürmern, die schnell aus dem Handgelenk schießen. In unserem Eishockey-Magazin unterstützen wir gerne bei der Wahl der richtigen Biegung. Zahlreiche Brands haben ja eigene Bennenungen der Biegung, z.B. P92 bei Bauer oder PP26 bei dem Sher-Wood Rekker EK3. Die Benennung der Biegungen bei Venatic ist ebenfalls unique und wir stehen für Rückfragen per Email zur Verfügung. Darüber hinaus finden Sie bei jedem Produkt eine detaillierte Größentabelle mit allen Informationen zu Flex, Biegung, Länge, Schaft & Kelle.

Spielseite und Biegungstyp

Spielseite und Biegungstyp sind weitere Faktoren, die es beim Kauf eines Eishockeyschlägers zu berücksichtigen gilt. Ganz unten am Schläger befindet sich das Schlägerblatt. Es ist im Gegensatz zum Schlägerschaft nicht innen hohl, sondern mit einem Kern aus Hartschaum (Vgl. Abb. 11) oder ähnlichen Materialien in den  unterschiedlichsten Bauarten angefertigt. Dieser Schaumkern soll vor allem für eine bessere Dämpfung und mehr Gefühl bei der Annahme von harten Pässen sorgen, damit der Puck nicht so leicht von der Schaufel wegprallt. Das grundlegendste  Merkmal des Blattes ist, ob es nach rechts oder nach links gekrümmt ist. Die Krümmung wird in der Fachsprache „Biegung“ genannt. Schläger werden allgemein in „linke“ und „rechte“ Schläger unterteilt. Dabei ist ein wenig irritierend, dass das Blatt eines linken Schlägers nach rechts gekrümmt ist und umgekehrt. Die Bezeichnungen „links“ und „rechts“ beziehen sich nämlich darauf, welche Hand am Schläger unten gehalten wird, bzw. auf welcher Körperseite der Schläger geführt wird. Die Schlägerblätter variieren zwischen 26 und 32 cm Länge, je nach Modell oder der speziellen Spieleranfertigung“. Dabei gibt es bei beiden Krümmungsrichtungen verschieden Biegungen und Blattformen, welche an die unterschiedlichen stocktechnischen Anforderungen angepasst sind. So gibt es Biegungen, die beispielsweise einem Spieler das Dribbeln mit der Scheibe erleichtern, oder andere, mit denen er präziser passen oder schießen kann. Bei Venatic Hockey stehen beispielsweise die Bezeichnungen W51, X20, K10, M29 sowie E44 Rechts/Links für unterschiedliche Biegungen. Diese können sie auf unserem Biegungschart im Detail betrachten. Weiterhin wird das Blatt in eine „Vorhand“ und eine „Rückhand“ unterteilt, wobei die Vorhand diejenige Seite ist, zu der das Blatt gebogen ist. Mit der Vorhand werden die meisten Pässe und Schüsse abgegeben, da es auf diese Art für die Spieler erheblich einfacher ist, Aktionen mit dem Puck hart und zielgenau durchzuführen. Sowohl das Blatt als auch das Stockende werden von den Spielern meist mit Isolierband umwickelt, um das Blatt vor Schnitten oder Schlägen zu schützen und um eine kleine zusätzliche Dämpfungswirkung bei der Annahme harter Pässe zu erhalten. Das Isolieren des Stockendes dient dazu, einen rutschfesten Griff zu erhalten. An der Schläger-Ferse wird ein weiteres wichtiges Detail eines Schlägers sichtbar: der (Schläger-)Winkel, auch englisch „Lie“ genannt, den der Schaft zum Blatt hat. Der Winkel wird auf dem Schläger mit einer Nummer angegeben. So beträgt beispielsweise  „Winkel 5“ 135 Grad. Eine Nummer höher bedeutet jeweils einen um zwei Grad kleineren Winkel, also somit „Winkel 6“ 133 Grad usw. Die typischen Werte der Winkel reichen von 5 bis 7, die meisten Schläger derzeit haben 5,5. Der Großteil der Spieler benutzt einen Winkel, der das Blatt flach auf dem Eis liegen lässt, wenn sie in ihrer gewöhnlichen Laufposition sind. Niedrige Winkelnummern werden eher von kleineren Spielern gewählt oder von solchen, die in starker Vorbeugung eislaufen. Höhere Winkelnummern führen dazu, dass der Puck enger am Körper geführt werden kann. Sie werden meist von Spielern benutzt, die einen aufrechten Eislaufstil bevorzugen.